April Update

Hier kommt unser April 2025 Update aus dem [[notizlab]]!

Neue Webseite

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Neuer Blogbeitrag

Müssen Denkwerkzeuge immer digital sein? Diese Frage beantwortet Stefan in diesem Blogbeitrag:

From (Commonplace) Notebooks to Notetaking Apps: Why Tools for Thought Aren’t Just Digital
In the age of digitalisation, the digital transformation or the digital state (Stalder, 2018), it is easy to assume that effective and contemporary thinking tools for (personal) knowledge management must be digital, too. However, history and practice show that analog tools—such as commonplace books, index cards, and notebooks—have long played a crucial role in structuring and enhancing knowledge work. This post challenges the myth that only digital tools qualify as tools for thought.

Rückblick auf unseren Beitrag an der dghd 2025

Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) haben wir – David Lohner (KIT) und Dr. Stefan T. Siegel (HSG) – zu lehrbezogenem Wissensmanagement (LWM) gesprochen. Im Zentrum stand die Frage: Wie kann die persönliche Wissensorganisation Lehrender durch digitale Denkwerkzeuge (Tools for Thought) wie Obsidian unterstützt werden?

Wir zeigten, dass Lehrende permanent Wissen organisieren – oft unbewusst. Ein explizites, reflektiertes Wissensmanagement kann hier nicht nur zur Professionalisierung beitragen, sondern auch entlasten, inspirieren und langfristig die eigene Professionalisierung begünstigen. Gleichzeitig räumten wir mit ausgewählten Mythen rund um Wissensmanagement auf.

Abschließend wiesen wir auf unseren Open Access Wissenschaftsblog notelab.hypotheses.org und unsere deutschsprachige [[notizlab]]-Community hin.

💡 Unsere zentrale Botschaft: Wissensmanagement ist kein Selbstzweck – sondern ein produktives Mittel zur Unterstützung guter Lehre. Digitale Denkwerkzeuge helfen dabei, diese Potenziale zu heben.

Zum Weiterlesen: 🔗 Publikation im Neuen Handbuch Hochschullehre

PKM Summit 2025: Digitale Heimaten und persönliche Wissensräume

Am 14. und 15. März war Silvia Retzlaff (Uni Rostock) in Utrecht (Niederlande) auf dem zweite europäische PKM Summit – organisiert vom Team von Digital Fitness. Die (Un-)Konferenz brachte 175 Teilnehmende aus 21 Ländern zusammen, die sich für persönliches Wissensmanagement, digitale Notizen und individuelle Wissensräume interessieren.

Ein zentrales Motiv der Veranstaltung war der Community-Gedanke. Martijn Aslander (Co-Founder des PKM-Summit) sprach zur Eröffnung von WIMs und KIMs: Personen, die Weet Iets Meer („wissen ein bisschen mehr“) oder Kan Iets Meer („können ein bisschen mehr“) als man selbst. In dieser Logik war der Summit ein Ort des Austauschs: Menschen, die sich in bestimmten Methoden, Tools oder Arbeitsweisen besser auskennen, teilten ihre Erfahrungen mit der Community – praxisnah und offen für Rückfragen.

Impulse für das eigene System: Perspektiven auf die digitale Heimat

Ein thematischer Schwerpunkt war die Frage: Wie gestalten wir eine digitale Umgebung, die nicht nur funktioniert, sondern zu uns passt?

  • Nick Milo stellte sein Konzept des Ideaverse vor: das digitale Zuhause, in dem wir unsere Gedanken strukturieren und miteinander verknüpfen. Wie in einem analogen Zuhause sind wir emotional stärker mit Inhalten verbunden, die wir selbst geschaffen haben.
  • Nicole van der Hoeven ergänzte diese Idee mit einer persönlichen Perspektive: Ein PKM-System sollte Ausdruck dessen sein, was uns wichtig ist; kein Tool zur Selbstoptimierung, sondern eine Spiegelung unserer Persönlichkeit und Interessen.
  • Bianca Pereira rückte das PKM-Mindset in den Fokus. Sie plädierte dafür, Neugier statt Produktivität als zentrales Gestaltungsprinzip für das eigene PKM-System zu wählen. Ein PKM-System sollte zum Entdecken einladen, nicht nur zum Erledigen.
  • Bob Doto stellte seinen Ansatz des Schreibens mit dem Zettelkasten-System vor: Entscheidend sind nicht nur die einzelnen Notizen, sondern die Verknüpfungen zwischen ihnen.
  • Martijn Aslander gab Einblick in seine Personal Ontology, seine höchst individuelle Wissensstruktur, die zeigt, wie stark PKM-Systeme auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten sein sollten. Fazit: Wir können uns von PKM-Systemen anderer inspirieren lassen, sollten sie jedoch nicht imitieren; wie bei Wohnräumen zählt, was zu eigenen Arbeitsweise passt.

Weitere Eindrücke zum PKM Summit 2025 gibt es auf der Eventseite.

Wer beim nächsten Mal dabei sein möchte, kann sich den Termin bereits vormerken: Der PKM Summit 2026 findet am 20. und 21. März 2026 statt.

Nächste Community-Events

Zugegeben, etwas kurzfristig: Am Montag, den 07.04. findet unser nächstes Community-Event statt. Wir wollen uns darüber austauschen, wie Zotero und Obsidian verbunden werden können und unsere Workflows besprechen.

Das nächste Event findet am 29.04. statt – bis dahin sammeln wir Ideen und Impulse, was ihr dort besprechen wollt!